SUPventure Touren

SUP-News

Produkte

Tips & Tricks

Links

BLOG

Viele weitere SUPventure-Storys & Bilder auf Instagram :    andee.paddlefux

Süddeutsche Meisterschaft in Franfurt Hanau 2019

Am ersten Sebtemberwocheende 2019 fand in Frankfurt/Hanua die Süddeustche Meisterschaft im Stand up paddeln statt. Hier nahm ich zum erstenmal in der Kategorie isup über 4 km teil und konnte in der Gesamtwertung aller Altersklassen den 3. Platz belegen. Die Freude über die erreichte Platzierugn war groß, hatte ich doch so eingie noch deutlich “jugendlichere”  Paddler hinter mir lassen können. Beim Sprint über 300 m überwog dann etwas  die Entäuschung, da ich den Titel in meiner Altersklasse wenige Meter , ja fast Zentimeter vor dem Ziel vergeigte als ich unfreiwillig vom Board stieg und leider ein Bad im Main nahm. Alles in allem aber fuhr ich aber zufrieden mit meiner Urkunde nach einer klasse organisierten Veranstaltung nach Hause.

Viele weitere SUPventure-Storys & Bilder auf Instagram :    andee.paddlefux

SUPventure in Venedig

….das ich diese Stadt nicht wie jeder andere normale erkundet habe versteht sich von selbst…🤪🤙
In den knapp 11 Stunden in denen ich in der Stadt untwegs war bin über 8 Stunden auf dem Wasser am paddeln gewesen und habe so manches erlebt….
Und da das Paddeln in Venedig immer weiter eingeschränkt wird, bin ich bevor das gar nicht mehr möglich ist mitten in die Welt der Gondoleros hinein gepaddelt und habe dabei wie erwartet nicht nur freundliche Reaktionen ausgelöst. Eine gute Nachricht vorweg ,ich bin zum Glück in keinem der leckeren Kanälen Venedigs baden gegangen auch wenn das dort der eine oder andere gerne gesehen hätte…
Ausgangspunkt für meine SUPtour war der günstig gelegene Camper-Stellplatz vor den Toren der Stadt. Meine Recherchen im Netz, inwieweit das Paddeln in Venedig erlaubt ist, haben keine Eindeutigkeit erbracht und so beschloss ich vor Ort (so habe ich das in Bonifacio auch schon gehandelt) die Behörden über mein Vorhaben zu informieren und abzuklären, ob ich darf.
Unweit der Polizei-Station, welche sich gleich zum Stadteingang am Canal Grande befindet bin ich losgepaddelt, um den Kontakt mit den Behörden zu suchen. Ich wurde dann auch gleich herzlich von einem Polizeiboot mit angeschaltetem Blaulicht in Empfang genommen. Zugegeben, ich habe hier mit der Methode schon etwas auf Überrumpelungstaktik gesetzt. Hätte ich zuvor per Mail angefragt, wäre die Antwort mit ziemlicher Sicherheit negativ für mich gewesen. Das hat sich dann auch bestätigt, denn vor Ort gab man mir auch sofort zu verstehen das hier SUPpen verboten sei. Ich entgegnete, dass ich im Netz Informationen über das erlaubte Paddeln in Venedig vorfinde und ich ihnen (der Polizei) das gerne beweisen kann. Ich versuchte weiter zu argumentieren das ich jetzt extra zum SUPpen von so weit hier herkam und mich auf diese Tour auch schließlich vorbereitet habe und man mir doch bitte den kleinen Traum ein paar Stunden durch diese schöne Stadt zu paddeln nicht kaputt machen soll. Ehrlich gesagt habe ich nicht mehr damit gerechnet aber plötzlich willigte man mir meine SUPtour durch Venedig unter der Auflage, nur die kleinen Kanäle zu befahren, letztendlich doch zu.
Glücklich über das erreichte Resultat machte ich mich um ca. 8.30 Uhr auf den Weg, Venedig zu erkunden. Es war ein noch überschaubarer Verkehr auf dem Wasser und ich wurde von venezianischen Anwohnern sehr freundlich aus ihren Fenstern heraus begrüßt. Nach und nach füllten sich die Brücken über den Kanälen mit Touristen und ich wurde zum beliebten Fotomotiv für die immer größer werdende Menschenmasse. Wieviel Gewicht kann eine solche kleine uralte Brücke eigentlich tragen, fragte ich mich mehrfach, bin dann aber doch immer wieder darunter hindurch gepaddelt. Ich durchfuhr viele kleine Kanäle, welche zu Fuß nicht erreichbar sind und sah so ein Venedig, wie es mir ohne SUP nicht möglich gewesen wäre. Selbstverständlich aber wollte ich auch an den Hot Spots, Venedigs Sehenswürdigkeiten, vorbeipaddeln. Diese wiederum liegen logischerweise in den Routen der Gondolieres und von denen wollten nicht alle so einfach den Kanal mit mir Paddler teilen, denn schließlich konnten sie mir nicht jede halbe Stunde 80 € aus den Taschen ziehen. So viel kostet es nämlich wenn man sich 30 min. lang umher gondeln lässt. Manche Gondolieres sahen in meinem SUP-Board eine solche Gefahr, dass sie teilweise zu drastischen Mitteln griffen, um mir zu zeigen, dass sie mich nicht mögen.
Ich wurde mit Absicht an die Wand gedrängt, wo viele scharfe Muscheln die alten Gemäuer bewuchern, bekam Stöße von de Holzpaddeln unter und gegen mein Board und wurde teils auf übelste Art und Weise hysterisch schreiend beschimpft….Ich versuchte darauf hinzuweisen, dass die Polizei mir das Paddeln erlaubt hatte, was aber sinnlos war, denn zugehört hat mir eh niemand. Also konzentrierte ich mich darauf, Ruhe zu bewahren und mein Ding durchzuziehen, schöne Bilder zu machen und natürlich Niemanden in die Quere zu kommen. Als ich zum wiederholten Male mit voller Absicht unnötig geschnitten und an die Wand gedrängt wurde, habe ich mich um meine Stabilität zu behalten kurz mit einer Hand an einer Gondel abgestützt, worauf der Gondoliere völlig ausgerastet ist und mir mit eindeutiger Körpersprache Gewalt androhte …
Daraufhin bin ich gleich neben der Brücke an einer Gondel-Anlegestelle aus dem Wasser, habe mein Board so neben das Gondelservice-Schild gelegt als wär es eine Gondel und habe voller Genuss Bilder mit dem Handy davon gemacht.
Die Flucht über die Brücke mit meinem Board unter dem Arm um ein paar Gassen und Kanäle weiter erneut einzusetzen schien mir dann aufgrund der plötzlichen auftretenden Stille die sicherste Art die Reise unbeschadet fortsetzten zu können….und das tat ich dann auch so.
Damit jetzt aber der Schein nicht trügt, ich habe die Tour dennoch sehr genießen können und ich habe auch jede Menge sehr sympathische, rücksichtsvolle und nette Gondolieres angetroffen. Und vor allem habe ich deutlich spürbaren Zuspruch der einheimischen Bevölkerung erhalten. Im Gespräch war heraus zu hören dass ihnen die Paddler westlich lieber wären als die zigtausend Touristen welche täglich mit großen Kreuzfahrtschiffe in ihre Stadt gekarrt werden. Dieser Massentourismus sichert aber wiederum die Einnahmequelle der Gondolieres. Venedig teilt sich bei dieser Thematik offensichtlich in zwei Lager. Und ich habe das Gefühl das die Gondolieres auch eine, wenn nicht sogar die tragende Rolle bei künftigem Für oder Wieder bezüglich des SUPens in Venedig spielen wird. Alles andere wie das Befahren der großen Kanäle könnte man meiner Ansicht nach z.b. mit Verboten oder Einschränkungen nur zu bestimmten Uhrzeiten regeln.
Das selbst die Polizei erst von absolutem Verbot sprach und mich dann doch gewähren ließ, zeigt das aktuell anscheinend keine verbindliche Vorschriften gibt oder jeder diese anwendet wie im halt gerade danach ist. Bin gespannt wie sich das entwickelt und freue mich über jeden Hinweis darüber. Ich blicke jedenfalls erstmal auf sehr unterhaltsame und beindruckende runde 8 Stunden zurück in denen ich auf dem Wasser kreuz und quer durch Venedig gepaddelt bin. Ich habe als Paddler die Stadt definitiv ganz anders erlebt und kennen gelernt als ein normaler Tourist, freue mich aber nach so einer Städte-Tour immer wieder umso mehr auf Touren in der Natur bei denen ich wieder deutlich weniger Menschen begegne werde…

SUPventures in Corsica

Die Faszination Korsika vom Wasser aus zu erkunden erfasste mich gleich bei meinem ersten Ausflug den ich mit dem SUP dort unternommen hatte. Die Perspektiven die sich bieten wenn man stehend über das kristallklare Wasser entlang der korsischen Küste paddelt sind unendlich vielfältig , wahnsinnig schön, stark beeindruckend und gar nicht mal so selten sind sie schlichtweg überwältigend.  Schöne Touren unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade finden sich nahezu an jedem Küstenabschnitt. Aber auch im Inneren der Insel laden Seen und Flüsse zu teils abenteuerlichen (wenn man das möchte) Paddel-Touren ein.
Zwar findet man an den meisten größeren Stränden und Wassersport-Spots inzwischen SUP-Verleihbetriebe, ein eigenes Board aber bietet aufgrund der Flexibilität natürlich Vorteile. Und reist man als Auto-Tourist bietet es sich eh bestens an sein eigenes Brett mitzubringen.
Die Ostküste der Insel ist aufgrund des meist geringen Seegangs für SUP-Neulinge aller Altersklassen ein ideales Revier für wunderschöne Touren. Insbesondere der Abschnitt um Porto-Vecchio , mit den Buchten von Pintarello, Palombaggia, Santa Giulia ,Rondinara und Piantarella zählen für mich zu den schönsten SUP-Spots die ich je gepaddelt bin.
Eine sehr empfehlenswerte Tour für schon etwas erfahrenere Paddler beginnt bei Piantarella, führt über den kleinen und großen Strand von Sperone bis hin zum Capo Pertusato, wo sich eine wunderschöne Grotte per SUP erkunden lässt.
Da aber dieser südliche Abschnitt der Küste in der Meeresstraße von Bonifacio liegt herrschen hier schon mal kräftigere Winde und Strömungen. Der Wellengang ist hier natürlich auch merklich stärker so dass hier eine gewisse Standfestigkeit sowie ausreichend Kondition gefragt sind.
Vom Hafen in Bonifacio aus (wo das SUPen verboten ist) kann man problemlos sein Board im Rucksack mit einem Ausflugsschiff zur Insel Lavezzie mitnehmen. Eine Umrundung dieses Naturreservoirs ist ein SUPer Erlebnis. Während man entlang der bizarren Felsformationen paddelt wird man immer wieder von Fischen begleitet, die das Board unter den Füßen umschwärmen. Die tolle Aussicht auf das nahe gelegene Sardinien sowie auf die Südküste Korsikas mit den Kreideklippen von Bonifacio ist sozusagen die Krönung dieser außergewöhnlichen Paddel-Tour.
Landschaftlich bieten die Westküste mit z.B. der Calanques de Piana oder Scandola natürlich wahre Schmuckstücke. Auch das Cap Corse im Norden weiß mit seinen schroffen Küstenabschnitten zu verzaubern. Jedoch treten im Norden und Westen der Insel die Winde und Wellen deutlich stärker und häufiger als im Südosten Korsikas auf. Ausläufer des Mistrals (stürmischer Wind aus dem Rhone-Tal) sind hier immer wieder deutlich zu spüren und machen das Meer entsprechend unruhig. Dies wiederum lockt immer mehr SUP-Surfer und Wellen-Reiter an die Strände der Insel der Westküste. Die wenige Autominuten südlich von Ajaccio gelegene Bucht Le Ruppione bietet durch die lang gezogene Bucht gerade für Anfänger optimale Bedingungen zum Wellenreiten. Es gibt aber auch viele Tage an denen das Meer hier spiegelglatt ist und die Winde gemütliche Touren entlang der Küste zu lassen. Und ganz egal, ob im Süden oder Norden, auch an der Westseite lohnt es sich eigentlich überall eine Expedition entlang der Küste zu unternehmen.
Am besten startet man längere SUP-Touren schon am frühen Morgen. Die Stimmungen in der frühen Morgensonne auf dem Wasser sind nahezu episch und der Frühsport hat neben der noch nicht zu starken Sonnenkraft zudem den enormen Vorteil dass man den thermischen Winden, welche meist mit zunehmender Tageslänge erst stärker werden etwas aus dem Weg paddelt. Auf jeden Fall aber sollte man vor einer längeren Tour immer die lokalen Wetterberichte checken, sowie ausreichend Flüssigkeit und Sonnenschutz mit an Board haben. Eine sogenannte Leash mit der man sich mit dem Board fest verbindet gehört ebenfalls zum Pflichtprogramm. Plumpst ihr vom SUP ins Wasser ist das Board bei plötzlich aufkommenden Wind-Böen mal gleich einige Meter entfernt und je nach Windstärke auf dem Meer dann auch schon mal schneller weg als dass man schwimmen kann. An Stränden mit Schwimmaufsicht wird man, wie z.B. in Palombaggia und Santa Giulia von der Strandaufsicht daran gehindert, weiter als die letzte Boje (300 m) ins offene Meer hinaus zu paddeln. Auch ist es nicht gerne gesehen, wenn man in der Einfahrtschneise (ebenfalls gekennzeichnet durch Bojen) für Boote, Jachten und Jetskis umher paddelt. Da dies letztendlich aber auch die eigene Sicherheit auf dem Wasser gefährdet, sollte man von selbst schon darauf achten sich nicht in solchen Gefahrenzonen aufzuhalten. Hierzu zählen selbstverständlich auch die Hafengebiete. Insbesondere von den Autofähren und Kreuzfahrtschiffen sollte man einen sehr respektvollen Abstand halten.
Generell darf man sich an den Küsten Frankreichs mit einem aufblasbaren iSUP nicht weiter als 300 m vom Ufer weg entfernen, es sei denn das Board verfügt über 2 Luftkammern und ist mindestens 3,48 m lang. Weiterhin muss man außerhalb der 300 m Zone mit Schwimmweste, Leash, Handy und Signalleuchten ausgestattet sein. Im Landesinneren der Insel bilden die Region um Corte und Ponte Leccia die besten Ausgangspunkte für abenteuerliche SUP-Touren auf Flüssen. Hier erwarten einen teils richtig knackige Wildwasserpassagen und vor allem Natur pur !!.
Die Gebirgsströme Golo, Asco, Tavignano und Travo schneiden teils bis zu über 30 km lange Paddelstrecken in die Landschaft. Je nach Jahreszeit, vor allem im Frühjahr erzeugt die Strömung durch das Tauwasser anspruchsvolle Wildwasserpassagen.
Im Sommer hingegen kann passieren,dass manche Abschnitte aufgrund des akuten Wassermangels umtragen werden müssen. Bitte beachtet, daß an die Jahreszeit und Wassertemperatur angepasste Funktionskleidung (Neopren oder Trockenanzug), sowie Helm, festes Schuhwerk, Gelenkschoner, Schwimmweste und Body-Leash unabdingbare Maßnahmen zum Eigenschutz beim Wildwasser-SUP sind. Standfestigkeit, sicherer Umgang mit dem Board und etwas Kondition sind hier ebenso gefragt. Für Einsteiger eignet sich im Südosten der Gebirgsstrom Solenzara. Um die Bereiche der anliegenden Campingplätze gibt es herrliche Badegumpen von denen aus man um erste Erfahrungen mit leichter Strömung sammeln sowie kleine Touren unternehmen oder aber auch (je nach Wasserstand) bis zur Mündung ins Meer hinunter paddeln kann.
Egal also, ob Euch die Abenteuerlust gepackt hat oder ihr gemütlich den Strand entlang cruisen wollt …ein Paddelboard auf der schönen wilden dabei zu haben ist definitiv immer eine Bereicherung.…
ALOHA KA WAI und ALOHA CORSICA !
( Ich liebe das Wasser und ich liebe Corsica !)